Grundsätzliche
Problematik der digitalen Unterwasserfotografie
mit der Olympus C-5050 Zoom
Im offenen Meer ( Rotes Meer, Malediven usw. ):
Wer hier schon einmal mit der C-5050 Unterwasser Fotos gemacht hat, kennt das Problem:
Oft hat man im offenen Meer das Problem, nur einen "Schuss" zu haben. Wenn das Foto beim ersten mal nicht klappt, ist meistens danach der Fisch oder die Bildsituation weg. Die nachstehenden Hinweise sollen dafür sorgen, dass man auf jeden Fall ein Fotoergebnis erhält, auf dem man das fotografierte Objekt gut erkennt und dieses auch eine gute Schärfe hat.
In der Programmautomatik "P" werden die Bilder tendenziell zu hell und es treten oft Bewegungsunschärfen auf. Das liegt daran, dass die von der Kamera errechneten Werte für Blende und Verschlusszeit für Aufnahmen in der Unterwasserwelt eigentlich nicht geeignet sind. Die Blende ist fast immer zu weit auf und die Verschlusszeit zu lang.
Dadurch werden z.B. die orangen Fahnenbarsche, die im Roten Meer am Riff "rumwuseln", zu hell und durch ihre recht schnellen Bewegungen unscharf. Gleiches gilt natürlich für Aufnahmen von allen Fischen im Riff, die ständig in Bewegung sind! Die Bilder sind fast immer überbelichtet und die Objekte unscharf.Aber auch der Wechsel in den Blendenvorwahlmodus "A" bringt hier leider keine nennenswerte Verbesserung. Bei kleinerer Blendenöffnung ( 5 - 8 ) werden die von der Kamera berechneten Verschlusszeiten leider zu lang. Dadurch hat man zwar bessere Ergebnisse im Bereich der Helligkeit und Farbwiedergabe, aber bei etwas schnelleren Bewegungen, z.B. von Rifffischen, sind diese Bilder immer noch meist unscharf.
Die praktikabelste Lösung liegt im manuellen Modus "M". Nach meinen Erfahrungen ( ca. 2500 UW-Bilder im Roten Meer ) liegt hier der beste Mittelweg zum guten Unterwasserfoto.
Die von mir verwendeten Werte:
Verschlusszeit: 1/125 Sekunde
Blende: 8Diese Werte verwende ich tagsüber im Roten Meer. Also bei klarem Wasser und guter Sicht. Selbst in Tiefen von 20-30 Meter ist das ein Wert, der gute Ergebnisse liefert.
Hat man den Eindruck, dass die Bilder zu dunkel werden, kann die Blende auf 7 oder 6 geöffnet werden. Das gilt bei zunehmender Tiefe oder wenn das zu fotografierende Objekt im Schatten liegt.
Im Süßwasser ( Baggerloch, Seen usw. ):Fotografiert man in ruhigen Gewässern, stellt sich meistens nicht das Problem der sich schnell bewegenden Fische bei relativ hellem Umgebungslicht.
Hier kann man auch die Voreinstellung "A" verwenden. Die von der Kamera dann errechnete Verschlusszeit ist zwar eigentlich zu lang, aber durch die meist bestehende Dunkelheit in diesen Gewässern, wird nur für den kurzen Moment des Blitzlichtes das Objekt beleuchtet und somit im Bild "eingefroren".
Die Blende ist hier nach der Stärke des Umgebungslichtes einzustellen. Je heller, je höher sollte der Blendenwert gewählt werden.